EVVC im Wechsel
Am Donnerstag, den 2. April 2009, hat die Mitgliederversammlung des EVVC im Congress Centrum Frankfurt mit großer Mehrheit Joachim König, Direktor des Congress Centrums Hannover, zum neuen Präsidenten gewählt. Dies war eine gute Entscheidung, da König für die kontinuierliche Fortführung der Arbeit des alten Vorstandes steht. König ist ein Garant, dass der EVVC weiter auf Erfolgskurs segelt.
Mit Matthias Schultze, Geschäftsführer des World Conference Center in Bonn, als neuer Vizepräsident, Andreas Kuchajda, Geschäfstführer des RuhrCongress Bochum, Chrisitina Wulf, Geschäftsführerin der Osanabrückhalle, Matthias Gropp, Geschäftsführer der Stadthalle Bad Blankenburg, und Heiner Betz, Technischer Leiter Köln Kongress, hat der EVVC auch einen Generationswechsel in der Besetzung des neuen Vorstandes eingeleitet.
Die Themen, mit denen sich der neue Vorstand in den nächsten Jahren befassen wird, sind die, die schon in den letzten Jahren im Mittelpunkt der Verbandsarbeit standen: Corporate Social Responsibility, Aus- und Weiterbildung, Lobbying und viele weitere Themen werden den Verband auch in den nächsten Jahren beschäftigen.
Mit Frau Dr. Ursula Paschke, Geschäfstführerin Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, wurde auch eine neue Vorstandsposition zum Thema CRS geschaffen. Damit zeigt der EVVC, dass er dieses Thema auch in Zukunft ernst nimmt und hier mit allen Beteiligten neue Akzente setzen will. Das ist ein sehr wichtiges Thema, da wir speziell im Bereich der Aus- und Weiterbildung durch die demografische Wandlung wie alle anderen Industrien ein Nachwuchsproblem bekommen werden. Wir müssen uns um die Ausbildung unserer zukünftigen Mitarbeiter selbst intensiv kümmern. Die Mitarbeiter stehen von der Wichtigkeit her schon lange auf derselben Stufe wie unsere Kunden. Das müssen aber viele noch lernen zu verstehen. Es ist unsere Pflicht, in die Entwicklung unserer Mitarbeiter zu investieren.
Auch das Thema Lobbying, von vielen noch nicht verstanden, wird eine elementare Aufgabe für unsere Branche sein. Die Anhörung im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages, vor dem Joachim König und ich den Ausschussmitgliedern mit unseren Themen Rede und Antwort standen, war ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Die wirtschaftliche Bedeutung und die damit verbundene Wertschöpfungskette war bis dato den Bundestagsabgeordneten in diesem Ausmaß nicht bekannt. Um weiterhin Einfluss auf die Entwicklung unserer Branche zu haben, muss dieser Kontakt weiter ausgebaut werden. Für viele andere Industrien ist die Lobbyarbeit eine Selbstverständlichkeit. Ohne politische Kommunikation wird sich unsere Branche nicht in unserem Sinne weiterentwickeln.
Auch mit einer Zertifizierung von Green Meetings/Events ist der EVVC ein Wegweiser in die Zukunft. Es ist die originäre Aufgabe eines Verbandes, die Mitglieder in allen Bereichen der Zukunft zu unterstützen und zu informieren.
Ich bin sehr froh und stolz, dass ich diesen Verband die letzten 8 Jahre mit meinem Vorstandsteam führen und entwickeln durfte. Mit dem neuen Vorstand wird dieser Weg weiter beschritten. Ich freue mich auf die vielen neuen und spannenden Themen, die unsere Industrie so vielfältig machen.
August Moderer
Geschäftsführer
Congress Centrum Mainz
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Comments on articles
Hallo Herr Moderer, was haben Sie und Herr König denn erlebt im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestags? Welche Fragen wurden denn gestellt? Ist eine weitere Zusammenarbeit geplant? Wäre hochspannend zu wissen, vielleicht in einem separaten Blogeintrag? Sonnige Grüße, Katrin Schmitt
Glückwunsch zur Wahl, Joachim König! Auf den Nachfolger von August Moderer wartet jede Menge Arbeit. König appelliert an alle Verbände in der Meeting- und Veranstaltungsbranche: »Wir brauchen Allianzen auch zum Finanzieren.« Wie wahr!
Wird dieser Appell erhört werden? Man könnte seine Zweifel bekommen.
Denke ich nur an den »Zahlensalat schwarz-rot-gold«, sich widersprechende Statistiken mit unterschiedlichen Messgrundlagen und Messgrößen für ein und dieselbe deutsche Meetingbranche, spüre ich schnell Ernüchterung.
Hinter der einheitlichen CSR-Öko-Green-Zertifizierung, auf die sich bei der GreenMeetings-Fachkonferenz EVVC, GCB, MPI und die Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren im Grundsatz scheinbar geeinigt hatten, steht für mich seit der EVVC-Hauptversammlung wieder ein Fragezeichen.
Ein konkreter Zeit- und Maßnahmenplan lässt jedenfalls auf sich warten. August Moderer hatte dessen Verabschiedung für den Tag der EVVC-Jahreshauptversammlung angekündigt. In Frankfurt klang das dann so: »Es könnte noch ein paar Wochen dauern, ehe wir wissen, wer bei dieser Initiative wirklich den Hut auf hat«, bittet Dr. Markus Große Ophoff um Verständnis, der fachliche Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation, Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
Große Ophoff hatte in Bonn einen »Kyoto-Plan für die Meetingbranche« gefordert und liefert jetzt in diesem verbandsübergreifenden Arbeitskreis, der die einheitliche Zertifizierung vorbereiten soll, fachlichen Input.
Meine Angst: Gibt es nun auch bald einen Zertifizierungssalat schwarz-rot-gold, weil die Gemeinsamkeiten der Verbände sich rasch erschöpfen, wenn es um den Alleinvertretungsanspruch für die deutsche Meetingbranche geht? Dem neuen EVVC-Präsidenten ist für solche Konflikte jedenfalls ein kühler Kopf zu wünschen - und viel Durchsetzungsvermögen!


Hallo Frau Katrin,
wie besprochen sollte der neue EVVC Präsident ihr Fragen beantworten.
Viele Grüße