Wünsch Dir was...
Nun ist es schon wieder einige Tage her, dass die Bundestagswahl über die neue Bundesregierung entschieden hat. Der Koalitionsvertrag ist in der Zwischenzeit in trockenen Tüchern und lässt uns dennoch feuchte Augen bekommen. Denn was man hier liest, kommt einem am ehesten vor wie ein Wunschzettel für den Weihnachtsmann.
Alle hoffen auf den wirtschaftlichen Aufschwung und dass die Situation besser wird, doch keiner kennt die richtigen Stellschrauben. Im Grunde strotzt der Koalitionsvertrag voller Tatendrang – doch weiß keiner, wie die Aktionen finanziert werden können, so dass am Ende des Tages die Wunschvorstellung bleibt.
Und dennoch heißt es für unsere Branche, die bestehenden Kontakte in Berlin weiter zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Wir hoffen sehr auf das Verständnis von Wirtschaftsminister Brüderle für unsere Branche und auch Günter Oettinger in Brüssel könnte zukünftig ein interessanter Kontakt für uns werden. Unsere Branche muss den bisher eingeschlagenen Weg weiter gehen und ihr Bild als eigenständige Industrie stärken und noch weiter festigen. Das EVVC-Hauptstadtbüro ist hierfür ein verlässlicher und bewährter Partner.
Aber auch die Häuser vor Ort müssen weiter aktiv politische Arbeit betreiben, indem sie die Vertreter in den Kommunen, die MdBs in ihren Wahlkreisen direkt ansprechen und ebenfalls auf die Sorgen und Nöte der Branche und ihres Hauses aufmerksam machen. Nur wenn Lobbyarbeit auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig geschieht, kann sie Wirkung zeigen. Davon bin ich überzeugt. Der EVVC will seine Mitglieder bei dieser so wichtigen Arbeit unterstützen und bietet im kommenden Jahr Seminare zum Thema an. Darüber hinaus ist eine neue Broschüre in Arbeit, die wir auf der Jahreshauptversammlung vorstellen wollen: Das Druckwerk soll zum einen die wirtschaftlichen Faktoren der Branche als Ganzes aufzeigen, bietet aber auch die Möglichkeit für jedes Haus, seine individuelle Situation vor Ort positiv und sachgerecht darzustellen.
In diesem Zusammenhang möchte ich an dieser Stelle aber auch der Hoffnung Ausdruck geben, dass es uns in der nächsten Zeit noch mehr gelingen wird, dass die verschiedenen Verbände und Interessenvertretungen unserer Branche noch intensiver miteinander kommunizieren, zusammenwachsen und sich gemeinsame Strategien für die Veranstaltungswirtschaft überlegen. Denn nur so wird es uns möglich sein, bei dem vielfältigen Chor der unterschiedlichen Stimmen in Berlin, für die unterschiedlichen Branchen zumindest eine hörbare Melodie für die Veranstaltungswirtschaft zu spielen.
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