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CIM Redaktionsblog

Zwei Wahrheiten?

2. Mai 2008 11:44

Peking. Im nächsten Heft packen wir das heiße Eisen Olympische Spiele in China an. Wir wollen wissen, ob die Sponsoren befürchten, sich mit ihrem Engagement die Finger zu verbrennen – oder nicht. Dass wir dafür viel Ausdauer brauchen, war uns klar. Eben sagt auch Schenker ab, genauer SCHENKERglobalsportsevents. „Generell sind wir immer sehr an Interviews interessiert, können Sie jedoch in dieser Anfrage leider nicht unterstützen“. Auf die „nächste mögliche Zusammenarbeit“ freuen sie sich – eine ohne Hürdenlauf über Tibet.


Ich bleibe am Ball und betrete das Spielfeld IMEX. Groß ist er der Stand der Volksrepublik China. Ich drehe eine Runde um die Tische der Aussteller und taste mich heran – vorsichtig. Nach dem dritten Anlauf kommt es mir so vor, als ob nur ich die aktuelle Diskussion um die Sommerolympiade mitbekommen hätte. Immerhin lädt mich Kaifa Yu zu einem Gespräch ins Fremdenverkehrsamt der VR China ein. Dort berichtet der Direktor: „Die IMEX war viel besser als in den vergangenen Jahren. Die Kollegen hatten einen großen Erfolg und sind sehr zufrieden“. Schließlich wachsen Wirtschaft und Handel in und mit China.


Er hat bei den Planern ein großes Interesse an China registriert so wie viele Anfragen für die Zeit nach der Sommerolympiade. Yu: „Nach Tibet hat in Frankfurt niemand gefragt, aber die chinesischen Kollegen sind sehr empört gewesen über die negative Presse“. Die Schlagzeilen kurz vor den Spielen überraschen Yu nicht wirklich. Doch kann er ehrlich nicht verstehen: „Warum hat die westliche Presse die Gefühle von 1,3 Milliarden chinesischen Menschen verletzt?“ Voller Überzeugung und ziemlich überzeugend sagt er: „Wir kennen beide Seiten und wissen, was Tatsache ist und was Lüge.“


Ich weiß es nicht. Schließlich ist jeder von uns mit seiner Wahrheit groß geworden. Die einzige Möglichkeit sich eine Meinung zu bilden, liegt in der persönlichen Begegnung, im Gespräch und Gedankenaustausch. Kaifa Yu und ich haben einen ersten Schritt gemacht.

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Ein Zimmer - vier Preise

16. Oktober 2008 14:06

Stockholm. Die Kongresssäule der European Cities Marketing wankt und die amerikanische DMAI (Destination Marketing Association International) wittert ihre Chance in Europa. Zum zweiten Mal ruft sie zum CEO Forum Europe auf. Dieses Mal nach Stockholm. Tagungshotel ist das Radisson SAS Royal Viking Hotel. Die DMAI hat einen speziellen Preis vereinbart. Wie praktisch, denke ich und gehe zu www.royalviking.stockholm.radisson.com. Ich gebe die Daten ein: 16. bis 18. Oktober 2008, ein Einzelzimmer. Der Preis: für die erste Nacht 1.895 SEK (200,21 Euro), für die zweite 1.195 SEK (126,22 Euro). Macht im Durchschnitt 1.545 SEK (163,11 Euro). Soweit alles klar: Yield Management in der Praxis.


Siegessicher gebe ich als „Promotional Code“ D-M-A-I ein. Der Preis pro Nacht: 1.695 SEK, also 179,07 Euro. Ich wundere mich, verzichte auf die Konferenzrate und buche als Normalo. Klappt aber nicht und ich komme nicht drauf, welches Pflichtfeld ich vernachlässigt haben soll. Ich breche ab und sende eine stinknormale Mail an die Reservierung. Die Antwort kommt 20 Stunden später. Reservation Agent Mikael will mir pro Nacht 1.895 SEK abknöpfen. Ich meutere, möchte die Rate von der Website!


Wiederum 20 Stunden später maildet sich Agentin Anne und bietet mir 1.895 SEK und 1.195 SEK an. Ich akzeptiere - grinsend. Acht Stunden später schreibt mir Kollegin Monika, dass sie meine Kreditkartennummer zur Garantie benötigt, nur schicke ich die nicht per Mail. Ich rufe sie im Call Center an. Monika ist schon weg, aber Margareta hilft mir weiter.


Und was haben Sie die Woche gemacht?

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