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August Moderer Blog

Public, Private Partnership oder wer lügt?

October 21, 2009 4:56 PM
Seit Jahrzehnten wird in der Großverantaltungsbranche diskutiert, ob Congress und Veranstaltungs Centren nicht besser privat betrieben und finanziert werden.
Zwei spektakuläre Beispiele in den vergangenen Wochen haben hier eine deutliche Antwort gegeben. Zu einem das World Conference Center in Bonn und zum anderen der Nürbürgring in Rheinland Pfalz.
Beide Projekte waren wohl anscheinend eine Spielwiese für unseriöse und kriminelle Investoren. Der Kater in beiden Projekten ist nach dem Erwachen sehr groß.
Wieder einmal hat die Politik alle Warnungen der Branche in den Wind geschlagen. Auf Teufel komm raus, wollte man der restlichen Welt zeigen, dass es auch mit privaten Investment gehen muss. Das Ergebniss ist ernüchternt und erschütternt.
Millionen von Steuergeldern wurden wieder einmal versenkt. Einfach so.
Natürlich will nach solchen Flops keiner die Verantwortung übernehmen. Oft müssen die Kolleginnen und Kollegen unserer Branche als Bauernopfer herhalten.
Der EVVC weist seit Jahren darauf hin, dass Großveranstaltungs Centren zu 99% nicht profitabel betrieben werden können. Die Abschreibung von Millioneninvestments in diesem Bereich ist schier unmöglich.
Wir sind hier in guter Gesellschaft. Auch in den USA, Kanada, Asien etc. sind die grossen Arenen und Congress Centren Verlustgeschäfte. Natürlich gibt es private Betreiber, aber auch diese müssen mit Subventionen unterstützt werden. Also warum nicht gleich eine kommunale Gesellschaft?
Wir die Verantwortlichen der Branche wissen es. Vielleicht hören die Politiker in der Zukunft öfter auf uns, bevor man fragwürdige und nicht umsetzbare Invetorenkonzepte umsetzt.
Dies würde allen helfen.
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Lobbying, das Aschenputtel unserer Branche

October 14, 2009 1:09 PM
Der EVVC hat vor einigen Jahren als einziger Verband unserer Branche erkannt, wie wichtig das Thema Lobbying in unserer Branche ist, bleibt und noch sein wird.

Ich muss mich noch korrigieren, auch die Chefredakteurin der CIM, Kerstin Hoffmann, ist eine engagierte Kämpferin der Szene. In ihrer letzten Ausgabe hat sie eindrucksvoll demonstriert, wie die Spitzenpolitiker des EU-Parlaments unsere Branche einschätzen - nämlich als wichtigen Wirtschafsfaktor.

Auch der AIPC und die IMEX haben hier Ansätze gemacht, aber ich gebe zu, dass es als internationale Vereinigung schwer ist, aufgrund der verschiedenen Interessen, diesen Ansprüchen zu genügen. Wo fängt man an und wo hört man auf?

Die Damen und Herren Abgeordneten in Brüssel warten förmlich darauf, dass wir uns mit ihnen an einen Tisch setzen und unsere Probleme, Nöte und Sorgen besprechen.

Dasselbe gilt für Berlin. Hier hat der EVVC im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages schon einen ersten Vorstoß gemacht.

Wir werden leider noch immer in der Bundespolitik als Teil der Tourismusbranche wahrgenommen. Wir können, wie viele meiner Kolleginnen und Kollegen, darüber jammern wie "grauslich" das ist, aber dies wird nichts daran ändern. Die gesamte Branche hat in den letzten Jahrzehnten über dieses Thema nur geredet, geredet und wieder geredet. Viele reden weiter und merken immer noch nicht, dass sie damit auch in Zukunft nichts verändern werden. Wir werden nicht müde zu klagen, wie schrecklich es ist, dass uns niemand als Industrie wahrnimmt. Wie sollte dies auch sein, wenn wir von unseren Kirchtürmen nicht heruntersteigen? Manche tun ja gerade so, als müssten sie unsere Branche jeden Tag neu erfinden. Unsere Branche gibt es seit es die Menschen gibt, nur die Ansprüche haben sich geändert. Wir brauchen nicht jedem jedesmal erklären wie ein Kongress funktioniert und jeden 2. Tag eine andere These aufstellen, die scheinbar wichtig ist. Wir existieren als eigenständige Branche - nur der Rest der Welt nimmt uns als solche nicht war.

Was ist zu tun? Der EVVC muss sich weitere strategische Partner suchen, die zusammen unsere Themen in Berlin und Brüssel transportieren. Wir müssen uns aus dem Dunstfeld der Tourismusbranche verabschieden und zur eigenständigen Industrie avancieren. Wir müssen uns mit den Verbänden unserer Branche zusammenschließen (nicht nur die aus der Kongress- und Veranstaltungsbranche) und uns lautstark artikulieren.

Wir müssen zur eigenständigen Industrie aufsteigen!

Wir müssen aufhören zu reden und "gescheid zu sein". Wir müssen gemeinsam handeln.

Ein ehemaliger deutscher Bundespräsident hat schon sehr weise gesagt:

"Wer nicht handelt, wird behandelt"

In dieser Situation befinden wir uns momentan. Nur wir, die Verantwortlichen der Branche, können dies ändern.


August Moderer
Congress Centrum Mainz
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EVVC im Wechsel

April 6, 2009 10:40 AM

Am Donnerstag, den 2. April 2009, hat die Mitgliederversammlung des EVVC im Congress Centrum Frankfurt mit großer Mehrheit Joachim König, Direktor des Congress Centrums Hannover, zum neuen Präsidenten gewählt. Dies war eine gute Entscheidung, da König für die kontinuierliche Fortführung der Arbeit des alten Vorstandes steht. König ist ein Garant, dass der EVVC weiter auf Erfolgskurs segelt.


Mit Matthias Schultze, Geschäftsführer des World Conference Center in Bonn, als neuer Vizepräsident, Andreas Kuchajda, Geschäfstführer des RuhrCongress Bochum, Chrisitina Wulf, Geschäftsführerin der Osanabrückhalle, Matthias Gropp, Geschäftsführer der Stadthalle Bad Blankenburg, und Heiner Betz, Technischer Leiter Köln Kongress, hat der EVVC auch einen Generationswechsel in der Besetzung des neuen Vorstandes eingeleitet.


Die Themen, mit denen sich der neue Vorstand in den nächsten Jahren befassen wird, sind die, die schon in den letzten Jahren im Mittelpunkt der Verbandsarbeit standen: Corporate Social Responsibility, Aus- und Weiterbildung, Lobbying und viele weitere Themen werden den Verband auch in den nächsten Jahren beschäftigen.


Mit Frau Dr. Ursula Paschke, Geschäfstführerin Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, wurde auch eine neue Vorstandsposition zum Thema CRS geschaffen. Damit zeigt der EVVC, dass er dieses Thema auch in Zukunft ernst nimmt und hier mit allen Beteiligten neue Akzente setzen will. Das ist ein sehr wichtiges Thema, da wir speziell im Bereich der Aus- und Weiterbildung durch die demografische Wandlung wie alle anderen Industrien ein Nachwuchsproblem bekommen werden. Wir müssen uns um die Ausbildung unserer zukünftigen Mitarbeiter selbst intensiv kümmern. Die Mitarbeiter stehen von der Wichtigkeit her schon lange auf derselben Stufe wie unsere Kunden. Das müssen aber viele noch lernen zu verstehen. Es ist unsere Pflicht, in die Entwicklung unserer Mitarbeiter zu investieren.


Auch das Thema Lobbying, von vielen noch nicht verstanden, wird eine elementare Aufgabe für unsere Branche sein. Die Anhörung im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages, vor dem Joachim König und ich den Ausschussmitgliedern mit unseren Themen Rede und Antwort standen, war ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Die wirtschaftliche Bedeutung und die damit verbundene Wertschöpfungskette war bis dato den Bundestagsabgeordneten in diesem Ausmaß nicht bekannt. Um weiterhin Einfluss auf die Entwicklung unserer Branche zu haben, muss dieser Kontakt weiter ausgebaut werden. Für viele andere Industrien ist die Lobbyarbeit eine Selbstverständlichkeit. Ohne politische Kommunikation wird sich unsere Branche nicht in unserem Sinne weiterentwickeln.


Auch mit einer Zertifizierung von Green Meetings/Events ist der EVVC ein Wegweiser in die Zukunft. Es ist die originäre Aufgabe eines Verbandes, die Mitglieder in allen Bereichen der Zukunft zu unterstützen und zu informieren.


Ich bin sehr froh und stolz, dass ich diesen Verband die letzten 8 Jahre mit meinem Vorstandsteam führen und entwickeln durfte. Mit dem neuen Vorstand wird dieser Weg weiter beschritten. Ich freue mich auf die vielen neuen und spannenden Themen, die unsere Industrie so vielfältig machen.


August Moderer


Geschäftsführer


Congress Centrum Mainz

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Grüner Erfolg in Bonn

March 12, 2009 10:33 AM

Das 1. Green Meeting am 3. und 4. März 2009, dass das World Conference Center in Bonn mit Unterstützung des EVVC und anderen Partnern veranstaltet hat war ein riesiger Erfolg.

Nach 2 Tagen kamen alle Beteiligten, Referenten und Zuhörer zu dem Schluss, dass viele gute Ideen zu diesem Thema bereits existieren, aber die einzeln Handelnden voneinander nichts oder nur wenig wussten. In verschiedenen Workshops kamen sich die Gruppen näher. Es sprudelte nur so von Ideen, wie man zukünftig im Sinne der Nachhaltigkeit Meetings und Events durchführen muss und kann.

Diese Veranstaltung war ein Meilenstein auf dem Wege in eine ökologische Zukunft unserer Branche. Wir sind zwar erst ganz am Anfang, aber schon immer war der Weg das Ziel. 1.000 Dank an den Geschäftsführer des World Conference Centers Matthias Schultze und seinem Team für die Organisation und die Umsetzung der innovativen Idee!!!

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